Mozilla FirefoxMit Firefox 36 steht ab sofort eine weitere Version des beliebten Browsers zum Download bereit. Ob sich Firefox 36 in puncto Innovationen von seinen Vorgängern absetzt und überzeugende Features zu bieten hat, zeigt der Praxis-Test. Am 18. Februar 2015 hat das zuständige Gremium der IETF nach zweijähriger Arbeit eine neue Version des Hypertext Transfer Protocols verabschiedet. Bereits eine Woche später nutzt Mozilla die Gelegenheit und verbaut die finale Version des Internet-Protokolls in seinem Browser. Der neue Standard in Sachen Daten-Kommunikation verspricht gegenüber dem 1999 verabschiedeten Vorgänger (HTTP/1.1) schnellere Ladezeiten, weniger Latenzen und Datenverbrauch sowie Verbesserungen bei der Sicherheit. Wie Mozilla-Entwickler Patrick McManus in seinem privaten Blog erklärt, braucht es aber noch ein paar Wochen, bis wirklich alle Details des neuen Standards auch in Firefox landen. Einige Elemente von HTTP/2 brachte Mozilla zudem schon im Vorgänger zum Einsatz. Da es sich hier aber um einen allgemeinen Standard handelt, profitieren auch die Nutzer anderer Browser davon. Interessanterweise hat Google bereits angekündigt, das Hypertext Transfer Protocol 2 ab Chrome 40 vollständig zu unterstützen und sich zeitgleich von SPDY, dem eigenen Gegenentwurf zu HTTP, zu verabschieden. Auch Microsoft setzt im Internet Explorer 11 auf HTTP/2, bislang allerdings nur unter Windows 10.

 

>> Download: Firefox für Windows <<

 

Tempo-Check: So schnell arbeitet Firefox 36 wirklich

Nachdem bereits Firefox 35 einen ordentlichen Sprung nach vorn gemacht hat, legt Mozilla mit dem Firefox 36 kräftig nach. In beinahe allen Test-Disziplinen konnte der aktuelle Browser Punkte zugewinnen und kommt damit dem Dauer-Konkurrenten Chrome gefährlich nahe. Mit einer Punktedifferenz von 240 liegen die Unterschiede zwischen Chrome und Firefox im Octane-Benchmark sogar nur noch im messbaren Bereich, nicht aber im spürbaren. Im SunSpider-Test führt der Mozilla-Browser bereits seit Längerem und im HTML5-lastigem Peacekeeper-Benchmark fehlen keine 20 Punkte mehr, um Chrome vom Thron zu stoßen. Spannend wird also, was sich die Google-Entwickler in Anbetracht der Ergebnisse für Chrome 41 einfallen lassen.

 

Firefox-Updates anzeigen lassen

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht Mozilla eine aktualisierte Version von Firefox, und bei den meisten Nutzern installiert sich diese automatisch beim Neustart des Programms. Für Nutzer, die ihren Browser nur selten neu starten oder über frische Versionen informiert werden wollen, führt Mozilla mit Firefox 36 eine Update-Anzeige ein. Von Haus aus ist die allerdings nicht aktiviert: Hier müssen Sie selbst die erweiterten Einstellungen (about:config) aufrufen und den Eintrag app.update.badge via Doppelklick auf true setzen.

 

Sonstige Neuerungen

An der Sicherheitsfront hat Mozilla an einigen Stellschrauben gedreht. So verbannen die Entwickler die mittlerweile als unsicher geltende RC4-Verschlüsselung aus dem Programm und haben die Anforderungen für die RSA-Schlüssel erhöht. Statt 1024 Bit müssen die Schlüssel zur Überprüfung von Zertifikaten fortan mindestens 2048 Bit stark sein. Mit Usbekisch ist Firefox ab sofort in einer weiteren Sprache verfügbar. Darüber hinaus haben die Entwickler zahlreiche Sicherheitslecks gestopft, was das Surfen sicherer machen soll.

 

Fazit: Firefox 36

Der reine Blick auf die neuen Funktionen von Firefox 36 dürfte die meisten Anwender eher kalt lassen. Sicherlich, tatenlos waren die Mozilla-Entwickler nicht und haben hier und da an Stellschrauben gedreht – nichts davon fällt allerdings im Alltagsgebrauch auf. Dass das beharrliche Basteln unter der Haube allerdings Wirkung zeigt, dafür steht die aktuelle Version. Kein Vorgänger war so schnell wie Firefox 36 und damit zugleich auch so dicht auf den Versen von Chrome. Dominierte der Google-Browser bislang die Tempo-Liste souverän, so ist das Mozilla-Team auf gutem Wege, dem Tempokönig die Geschwindigkeits-Krone zu entreißen. Mit Firefox 36 legt Mozilla definitiv ordentlich vor und bringt wieder Feuer in den Tempo-Check.

(Quelle: ComputerBild.de)

Sacha Ruchti


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